Sturmschäden im eigenen Wald sind für die meisten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ein Schockmoment. Die folgende Reihenfolge hilft, ruhig und sicher vorzugehen.
1. Betreten Sie beschädigte Bestände nicht sofort selbst. Hängengebliebene Bäume, gespannte Wurzelteller und instabile Kronen sind extrem gefährlich – auch für erfahrene Waldbesitzer ohne entsprechende Ausrüstung. Lassen Sie die Lage nach Möglichkeit zunächst aus sicherer Entfernung oder per Foto/Drohne einschätzen.
2. Prüfen Sie Wege und angrenzende Flächen. Liegt Sturmholz über öffentlichen Wegen oder Straßen, kann eine Verkehrssicherungspflicht bestehen – informieren Sie in solchen Fällen zusätzlich die zuständige Gemeinde bzw. den Baulastträger.
3. Dokumentieren Sie den Schaden. Fotos von Ausmaß und betroffenen Flächen sind hilfreich für Versicherung, Förderanträge und die Kommunikation mit Fachbetrieben.
4. Kontaktieren Sie einen Fachbetrieb oder Ihren Förster. Größere Kalamitätsflächen werden häufig gebündelt mit Nachbarflächen vermarktet, was sowohl die Aufarbeitung günstiger macht als auch bessere Holzpreise ermöglichen kann.
5. Melden Sie Käferholz-Risiken. Liegendes Nadelholz nach einem Sturm ist ein idealer Brutraum für Borkenkäfer – eine zügige Aufarbeitung reduziert das Risiko einer Folgekalamität (siehe unseren Artikel zu Borkenkäfer).
Über ForestDirectory erreichen Sie spezialisierte Sturmholz- und Soforthilfe-Betriebe, die auch kurzfristig verfügbar sind.