Holzverkauf ist für die meisten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer kein Alltagsgeschäft – entsprechend groß ist die Unsicherheit beim ersten Mal.
Der typische Ablauf:
- Bestandsaufnahme: Welche Baumarten stehen zum Verkauf an, geschätzte Menge (Festmeter), Zustand (gesund, sturmgeschädigt, käferbefallen)?
- Erschließung prüfen: Ist die Fläche mit LKW-tauglichen Wegen erreichbar? Das beeinflusst, welche Käufer überhaupt infrage kommen.
- Angebote einholen: Sägewerke, Holzhändler und größere Forstbetriebe kaufen Rundholz meist nach Sortiment (Stammholz, Industrieholz, Brennholz) und aktuellem Marktpreis.
- Ernte und Rückung organisieren: Entweder Sie verkaufen "stehend" (der Käufer organisiert Fällung und Abtransport) oder "gefällt/aufgearbeitet" – das beeinflusst den erzielbaren Preis erheblich.
- Abrechnung: Üblich ist die Abrechnung nach tatsächlich gelieferter Menge (Werksvermessung) oder nach vorheriger Schätzung mit Nachmessung.
Was Sie beachten sollten: Holzpreise schwanken je nach Sortiment, Region und Marktlage teils stark – ein zweites Angebot einzuholen ist keine Unhöflichkeit, sondern übliche Praxis. Bei größeren Mengen oder Kalamitätsholz (z. B. nach Sturm oder Käferbefall) lohnt sich häufig eine gemeinsame Vermarktung mit Nachbarflächen.
Über ForestDirectory können Sie Ihr Holzangebot strukturiert beschreiben – inklusive Fotos – und es an regionale Käufer und Fachbetriebe weiterleiten lassen.