Die Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur (vorgestellt im Oktober 2024) zeigen deutlich, wohin sich deutsche Wälder entwickeln: 79 % der Waldfläche sind mittlerweile Mischwald – drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung 2012. Gleichzeitig bleiben Kiefer (22 %), Fichte (21 %), Buche (17 %) und Eiche (12 %) die häufigsten Baumarten, ergänzt durch rund 47 weitere Arten und Artengruppen auf den restlichen 28 % der Fläche.
Warum Mischwald? Reine Nadelholz-Monokulturen – vor allem Fichte – haben sich in den letzten Jahren als besonders anfällig für die Kombination aus Trockenstress und Borkenkäferbefall erwiesen. Laut Bundeswaldinventur ist der jährliche Holzzuwachs bundesweit gegenüber 2012 um 16 % gesunken, maßgeblich verursacht durch Sturm-, Dürre- und Käferschäden sowie den Ausfall der Fichte und die fortschreitende Alterung der Wälder.
Wie wird die passende Mischung gewählt? Es gibt keine allgemeingültige "beste" Baumartenmischung – die Wahl hängt von Bodenverhältnissen, Wasserhaushalt, Höhenlage und regionalem Klima ab. Ein Förster oder Forstberater vor Ort kann anhand dieser Faktoren eine standortgerechte Empfehlung geben.
Häufig empfohlene Elemente für den Waldumbau (allgemein, ohne Anspruch auf Vollständigkeit für jeden Standort): trockenheitstolerantere Laubbaumarten, tiefwurzelnde Mischbaumarten sowie eine bewusste Streuung des Risikos über mehrere Arten statt einer einzigen Hauptbaumart.
Über ForestDirectory können Sie eine Beratung zur standortgerechten Baumartenwahl direkt bei regionalen Forstbetrieben anfragen.