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Wie funktioniert Aufforstung?

Von der Flächenvorbereitung bis zur gesicherten Kultur – Schritt für Schritt.

Ob nach Sturm- oder Käferschäden oder auf bislang unbewaldeten Flächen: Aufforstung folgt einem bewährten Ablauf, der über Erfolg oder Ausfall einer neuen Waldgeneration entscheidet.

1. Flächenvorbereitung. Schadholz und Konkurrenzvegetation (z. B. dichte Brombeer- oder Grasnarbe) werden so weit entfernt oder reduziert, dass junge Pflanzen ausreichend Licht erhalten.

2. Baumartenwahl. Angesichts der klimatischen Veränderungen der letzten Jahre – laut vierter Bundeswaldinventur ist bereits heute rund 79 % der deutschen Waldfläche Mischwald, ein Anstieg von 3 Prozentpunkten gegenüber 2012 – wird verstärkt auf klimastabilere Mischungen statt Monokulturen gesetzt. Die Wahl hängt stark vom Standort (Boden, Wasserhaushalt, Exposition) ab.

3. Pflanzung. Je nach Fläche und Baumart werden Pflanzen in unterschiedlichen Verbänden und Dichten gesetzt – von Hand oder maschinell.

4. Wildschutz. Junge Bäume sind besonders attraktiv für Reh- und Rotwild. Schutzmaßnahmen reichen von Einzelschutz (Wuchshüllen, Verbissschutzmitteln) bis zur Zaunung ganzer Flächen.

5. Kulturpflege. In den ersten Jahren muss Konkurrenzvegetation regelmäßig zurückgedrängt werden, damit die jungen Bäume nicht überwachsen werden.

6. Nachbesserung. Ausfälle sind normal – abgestorbene Pflanzen werden in der Regel im Folgejahr ersetzt.

Förderung möglich: Für Aufforstung und Waldumbau gibt es je nach Bundesland und Förderprogramm Zuschüsse – die genauen Konditionen ändern sich regelmäßig, weshalb wir hier bewusst keine festen Fördersätze nennen (siehe unseren Artikel zu Fördermöglichkeiten).

Über ForestDirectory erreichen Sie Aufforstungsbetriebe und Baumschulen, die den gesamten Prozess begleiten.

Quelle: BMEL/Thünen-Institut, 4. Bundeswaldinventur (2024); allgemeine waldbauliche Praxis. · Stand: 17.9.2026
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